Seit ca. 5 jahren arbeitet eine kleine, sehr engagierte und temperamentvolle Italienerin an einer Mauer in Marotta, die die Straße vom Strand abtrennt. Sie legt dort mit einer tollen ansässigen Truppe nach und nach Mosaike an die Wand, die ab und an unter einem Motto stehen. In diesem Jahr hat die Gemeinde finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt und Christina Cucchi konnte mehrere Künstler einladen. In Verbindung mit einem Festival waren 6 Künstler vor Ort, die teilweise schon angefangene Werke von zu Hause mitbrachten und dort fertigstellten. Unter der Beobachtung der Bevölkerung von Marotta, sowie den ansässigen Medien schufen die Künstler 6 Werke, die sie dort an die Mauer anbrachten. Ich hatte noch für den Bereich, wo für Kinder eine Mini Kirmes aufgebaut wurde, die Figuren aus Arielle gestaltet - Arielle, Triton und Sebastian (Fabius wurde von Heidi Stümke dazugelegt). Auch brachten fast alle Künstler noch rote Schule mit, die am 24. November - am Tag gegen die Gewalt an Frauen an einer langen Mauer angebracht werden. Es lohnt sich dieser netten Stadt einen Besuch abzustatten, allein schon wegen den Mosaiken, die Tag für Tag ein Stückchen mehr wachsen. Ich freue mich, daß ich für die Völkerverständigung dazu einen kleinen Beitrag leisten konnte. - Caroline Oktober 2020

 

Lebens(b)(r)aum

 

Eine Mosaikkünstlerin aus Chile startete vor 5 Jahren einen Aufruf zu einem Mosaikevent in Santiago de Chile. Durch ein Auswahlverfahren war ich eine von 5 Deutschen Mosaikkünstlerinnen, die die Ehre hatten, mit dabei zu sein. So konnten ingesamt 60 Mosaikkünstler aus 22 Nationen an einer Rathauswand in Santiago de Chile an Mosaikwerken arbeiten. Herausgekommen ist eine weltweit beachtetes Kunstwerk, daß viele Touristen anzieht und in vielen Länder positive Presseberichte nach sich zog. Durch den Austausch von Materialien, Werkzeugen und vielen Infos der Künstler untereinander entstanden viele Freundschaften und Projekte, die daraufhin gestartet wurden. Es wäre zu wünschen, daß auch unsere westlichen Nationen wieder mehr Farbe in die „Einheitsgrauen Betonbunker“ der heutigen Bauten bringen würden. Mosaik ist eine Uralte Kunst, die es verdient durch Künstler eine Aufwertung zu erhalten und seinen Platz in der Kunstwelt zu bekommen. 

Die Kirche in Indicatore-Arezzo-Italien

Andreina Georgia Carpenito und Ihre Visionen von der Biblischen Geschichte an der Kirche in Indikatore/Arezzo – Italien

Seit vielen Jahren arbeitet die kleine Italienerin an einer Kirche und durch die Einladung und Einbeziehen von vielen Mosaikkünstlern aus aller Welt ist mittlerweile ein imposantes Werk in und um die Kirche entstanden.

Sie hat immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen – einmal riß der Sturm ihr Zelt in Stücke, das andere Mal kämpfte sie mit Überschwemmung, oder erst kürzlich fuhr ein Auto in die Außenanlage und demolierte einige der schönen Mosaike.

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Durch ihre offene und herzliche Art, ihr positive Einstellung und ihre unermüdlichen Bemühungen, Ihre Arbeit voranzutreiben, gelingt es ihr immer wieder, Fernseh, Radio und Zeitungen auf sich aufmerksam zu machen. Auch in den sozialen Medien ist sie sehr sehr präsent und kann immer wieder Mosaikkünstler gewinnen, die einen kleinen Teil an dem Gesamtkunstwerk beitragen.

Ich fahre mittlerweile das 5. Mal nach Italien und verbringe dort viele Stunden mit Menschen, die die Mosaikkunst lieben und schätzen. Insgesamt habe ich schon 8 Menschenketten gelegt (der Auszug aus Ägypten), viele viele Steine, sowie König und Königin, Bäume und Fische. Meine Handschrift ist viele Male in der Kirche zu finden und ich bin stolz darauf, ein Teil dieses großartigen Kunstwerkes sein zu dürfen. Das Schönste ist immer die „Hand in Hand“ Arbeit neben so vielen Menschen und anderen Kulturen. Es gibt keine Sprachschwierigkeiten, die Kunst ist die Sprache und so wie man die kleinen Steine zusammenfügt, wachsen die Menschen mit dieser Arbeit zusammen und werden eine Gemeinschaft.

 

Fußspuren/ Footsteps

….. jeder Mensch hinterlässt Spuren im Leben und wo immer wir auch gehen, ein Teil von uns bleibt an dem Ort, wo wir die ersten Schritte gelaufen sind.
Fußspuren – Footsteps ist ein Projekt für die Mittelschule Reichertshofen, wo Kinder/Erwachsene ihre Spuren an einer Wand am Haupteingang der Schule hinterlassen können.
An der linken Mauer – die kleinen Spuren, die ihre ersten Schritte in die Schule gehen und an der rechten Mauer die großen Spuren, die mit festen Schritten hinaus ins Leben laufen.

Geh nicht nur die glatten Straßen.
Geh Wege, die noch niemand ging,
damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.
(Antoine de Saint Exupery)

Aus 14 Nationen sind bereits Fußspuren eingetroffen - die weiteste Reise hatten Spuren aus Australien und am 1. Juli 2017 findet an der Mittelschule ein Mosaikevent statt, wo Kinder; Jugendliche und ehemalige Schüler eingeladen sind, Ihre Spuren an der Wand zu hinterlassen. Das Projekt wird von Mosaikkünstlern aus dem In- und Ausland unterstützt. Gemeinsam können wir etwas bewirken und wir freuen uns auf viele Menschen, die diese kleinen und großen Schritte mit uns gehen………..


 

Seht hier ein paar der Fußspuren/Footsteps: